Sightseeing Belfast
Nach dem Aufwachen begann der Tag mit einem zauberhaften Frühstück und dann ging es bei ziemlich bewölktem Wetter los um die Stadt zu erkunden. Da Belfast in etwa so groß ist wie Braunschweig, kann man mit etwas Zeit einfach zu Fuß gehen, um möglichst viele Eindrücke zu bekommen. Nachdem es in den letzten Jahren zu großen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten gekommen war, ist es nun dank eines Friedensvertrags ziemlich ruhig geworden. Die Spuren der Auseinandersetzungen lassen sich aber noch in einigen Ecken der Stadt finden, denn in einigen Stadtteilen stehen noch immer hohe Mauern und auch einen längst verlassenen Checkpoint konnten wir uns anschauen. Das alles wird durch Straßenmalerei begleitet, die glücklicherweise auch nicht einfach überplakatiert oder übermalt wurden.
Auf diesen Wandbildern finden sich zum Beispiel vermummte Personen mit Maschinengewehren, die nicht gerade friedlich aussehen. Gegen Mittag war es dann Zeit für ein frisch gezapftes Bier in einem der beiden ältesten Pubs von Belfast.
In Irland besonders beliebt sind die Biermarken "Harp" und "Smithwicks". Die Gläser vom Harp Bier sehen wirklich toll aus und sind ein tolles Souvenir, doch sollte man diese eher kaufen statt einfach mitzunehmen, denn wie fast überall herrscht auch in den Pubs oft Videoüberwachung und auch Sicherheitspersonal scheint zur Standardbesetzung fast aller Pubs zu gehören. Auch interessant ist die Tatsache, dass in fast allen Belfaster Pubs das tragen von Fanbekleidung jeglicher Art, insbesondere von Fussballvereinen klar verboten ist, um mögliche Schlägereien zu vermeiden. Ein Pub-Besuch gehört aber auf jeden Fall dazu und das Bier ist hier frisch gezapft deutlich günstiger als in vielen deutschen Gaststätten. Schon gegen Mittag sind viele Pubs hier gut gefüllt. Danach machten wir uns auf einen kleinen Rundgang durch die Innenstadt, wo wir uns von außen das Rathaus von Belfast anschauten und auch die üblichen Ketten wie Topshop, Apple-Shop usw..
Direkt in der Innenstadt gibt es für Touristen noch einen netten Tip, denn in der riesigen Shopping-Mall, deren Namen ich leider vergessen habe, wo die bekanntesten Marken verteten sind, kann man völlig kostenlos mit dem Aufzug auf eine Aussichtsplattform fahren und einen schönen Ausblick über die Stadt geniessen.
Außerdem sehenswert in der Innenstadt sind das Riesenrad direkt neben dem Rathaus(Belfast Eye) und die ebenfalls sehr nah gelgene Universität von Belfast, die in einem traditionsreichen und Irland-typischem Gebäude untergebracht sind.
Insgesamt fiel auch die sehr hohe Dichte an Sportwagen der Marke Porsche auf, die man an fast jeder Ecke bewundern kann. Und natürlich gab es am ersten Tag auch eine Portion Fish and Chips, die man an fest jeder Ecke für einen Preis um die 5 Euro kaufen kann. Dafür gibt es dann viele dicke Pommes und einen halben, frittierten Fisch. Die Qualitätsunterschiede sind hier allerdings groß, es lohnt sich also mehrere Fish & Chips Buden auszuprobieren.
Da wir uns auch etwas landestypischen Sport ansehen wollten, hatten wir bereits Tickets für ein Belfast Ulster Rugby Spiel gegen Edinburgh besorgt.
Das Stadion war recht klein aber sehr gut gefüllt.Das Ticket kostete 14 Pfund für einen Stehplatz und war gut investiert, denn die Stimmung war hervorragend und auch das Bier und der Magners Cider waren günstig und haben gut geschmeckt. Leider konnte das Rugby-Team von Belfast nicht siegreich vom Platz ziehen, was unserer Freude jedoch keinen Abbruch bescherte. Nach einem letzten Bier mit einigen Locals in einem weiteren prall gefüllten Belfaster Pub ging es dann mit dem Taxi direkt zurück zur Unterkunft, denn der anstrengende Tag hatte seine Spuren hinterlassen. Ursprünglich sollte es noch in einen der Belfaster Nachtclubs gehen (mclub, Stiff Kitten, Club Thompsons) doch hier konnte das angebotene Programm leider nicht überzeugen um die aufzuwendende Energie zu rechtfertigen.
Reiselinks: Amerika Rundfahrten