Anreise Dublin/Belfast

Nachdem ich inzwischen doch schon einige Reisen unternommen habe,
steht nun erstmals der Versuch eines Reisetagebuchs an, um auch Dritten die möglicherweise ebenfalls nach Irland reisen die eine oder andere wichtige Information mit auf den Weg geben zu können. Die Reise begann Mitte September und hatte "nur" eine Laufzeit von fünf Tagen. Erklärtes Reiseziel ist Belfast in Nordirland, um dort zwei liebe Freunde zu besuchen. Alles begann mit der Auswahl eines passenden Flugs, denn eine Reise per Auto und Fähre oder Reisebus kam aufgrund des knappen Zeitplans nicht in Frage. Wer einen möglichst günstigen Flug von Berlin nach Irland buchen möchte, stößt schnell auf die beiden derzeit günstigsten Anbieter.

Das sind natürlich Ryanair knapp gefolgt von Aer Lingus (Airline von Irland).
Da ich vor kurzem bereits mit Ryan Air geflogen bin und immer gerne eine neue Airline ausprobiere, habe ich mich in diesem Fall für Aer Lingus entschieden. Wenn man einen günstigen Flug ins Ausland buchen möchte, sollte man dies so früh wie möglich tun. Denn je näher der Abflugtermin liegt, desto teurer ist letztendlich das Flugticket.
Ich hatte mich ungefähr drei Wochen vor Abflug gekümmert. Im Vergleich lag Aer Lingus mit
ca. 130 Euro etwas teurer als Ryan Air, die um die 110 Euro für die identische Strecke verlangten. Allerdings hatte die irische Airline einen deutlich angenehmeren Abflugzeitplan, denn wer möchte schon mitten in der Nacht aufstehen, wenn es auch ganz entspannt nach dem Essen am Nachmittag geht?! Die Entscheidung war gefallen und Aer Lingus erhielt den Zuschlag. Da ich beim Fliegen tagsüber gerne am Fenster sitze und die schöne Aussicht über Berlin genießen wollte, hatte ich für einen Aufschlag von drei Euro direkt einen Fensterplatz im hinteren Teil des Flugzeugs gebucht. Um den Flug schnellstmöglich zu bestätigen, bezahlte ich direkt mit meiner Visa Kreditkarte (sehr praktisch im Ausland)
und nur eine Minute später hatte ich alle Fluginformationen inklusive Buchungsbestätigung im E-Mail Postfach. Bevor es dann aber losgeht, muss man sich natürlich auch bei Aer Lingus erst am Check-In Schalter einchecken. Da man hier oft warten muss empfiehlt es sich aber, (in meinem Fall) schon ab 30 Stunden vor Abflug Online über das Internet einzuchecken.

Hat man sich seine Bordkarte schon per Internet ausgedruckt und verfügt lediglich über Handgepäck, kann man sich sofort durch die Sicherheitsschleuse zum Abflug-Gate begeben. Aer Lingus fliegt ebenso wie Ryanair ab dem Flughafen Berlin Schönefeld (SXF Airport).
Mein Abflug startete im Terminal D, ein sehr neues Terminal das mit großen "Germanwings" Schriftzügen verkleidet ist. Ausnahmsweise gab es mal absolut keine Wartezeit und ich konnte die Sicherheitskontrolle der Flugsicherheit schhnell passieren. Nach etwas Wartezeit konnten wir dann das Flugzeug betreten. Die Flugzeuge sind passend zur Nationalfarbe natürlich in grün/weiss gestaltet und hinten ist ein großes, vierblättriges Kleeblatt abgebildet. Air Lingus ist günstig aber wirkt nicht wie ein klassischer Billigflieger. Mein Flugzeug war in einem guten Zustand und es schien, gefühlt, auch deutlich mehr Beinfreiheit als bei Ryanair vorhanden zu sein. Die Stewards und Stewardessen waren nicht überfreundlich, es mag aber sein das dies auch an der Mentalität der Iren liegt,
doch im Gegensatz zur Konkurrenz schienen hier statt Osteuropäern
wirklich noch echte Iren beschäftigt zu sein. Sowohl der Abflug in Berlin als auch die Ankunft in Irland waren zeitlich wie geplant, es gab also erfreulicherweise keine Verzögerung.

Nach einer kurzen Wartezeit zur Passkontrolle im Dublin Airport musste dann erstmal eine Kleinigkeit zu essen her, denn Air Lingus verlangt sowohl für Getränke als auch für kleine Snacks relativ hohe Preise. Einige Beispiele: 0,33l Cola 2 Euro (geht ja noch), Heineken 0,33l 4 Euro, Prosecco 0,1l 7 Euro. Am Flughafen von Dublin habe ich ein Baguette gegessen, das wohl definitiv eines der teuersten meines Lebens war, doch der Körper brauchte eben einfach etwas Energie und Süd-
irland
ist bekanntlich viel teurer als Nordirland.
Ganz nebenbei sei gesagt, dass in Südirland der Euro offizielle Landeswährung ist. Sollten Sie also aus einem Euroland einreisen, muss nicht extra Geld umgetauscht werden. Da Nordirland zu England (United Kingdom) gehört, wird hier mit britischem Pfund bezahlt. Ich wusste bereits das vom Flughafen Dublin aus viele Transitbusse in alle Richtungen fahren. Nach Dublin gibt es einen Expressbus (Ulsterbus),
der vom Busbahnhof in direkter Nähe zum Airport abfährt und regelmäßig, meines Wissens, durchgehend verkehrt. Das One-Way-Ticket liegt bei ca. 13 Euro, für ein Return-Ticket (gilt für eine Hin- und Rückfahrt nach und von Belfast binnen eines Monats fallen derzeit 20 Euro an. Wenn Sie keine Kreditkarte oder passendes Bargeld besitzen um das Ticket am Automaten zu kaufen, ist dies auch direkt im Shuttlebus nach Belfast möglich. Das Einsteigen geht allerdings viel schneller, wenn Sie das Ticket bereits gekauft haben und auch für den Busfahrer ist diese Variante deutlich angenehmer.

Der Shuttlebus selbst macht noch an einigen anderen Stationen zwischen Dublin und Belfast halt, die ich mir allerdings nicht merken konnte. Die Fahrt ging zügig und dauerte ca 2,5 Stunden, der Bus war gepflegt und ausreichend Platz war ebenfalls vorhanden. Was kann man sich noch mehr wünschen?!
Ich fuhr bis zur Endstation, dem Europa Bus Center direkt am Europa Hotel in Belfast und wurde dort von meinen Freunden abgeholt. Nachdem wir direkt um die Ecke eine kleine Pizza gegessen hatten, sind wir sogleich in den "The Crown" Pub gegangen, der einer der zwei ältesten Pubs der Stadt ist. Die einzelnen Sitzecken sind wie der Laden insgesamt sehr gemütlich, das Publikum schien eher zu den besserverdienern zu gehören. Nach einem Pint Bier waren wir dann auch sehr müde und riefen uns ein Taxi, welches uns zum Wohnhaus meines Freundes fuhr. Hier sei zu bemerken, dass Taxi fahren in Belfast nicht wirklich teuer ist und die Entfernungen ohnehin oft relativ gering. Wie mir erzählt wurde, übernachteten wir in dem Haus, in dem der Ingenieur der Titanic damals gelebt hatte, denn das weltweit berühmte Schiff wurde einst in den Docks von Belfast gebaut.